Big Air Package im Gasometer Oberhausen 2013

Mit großer Traurigkeit verabschieden wir uns von einem großartigen Künstler. Vor seinem 85. Geburtstag am 13. Juni ist der Verhüllungskünstler Christo  am 31. Mai in New York verstorben.

Christo war einer der bedeutendsten Künstler unserer Zeit. In den vergangenen Jahrzehnten haben Christo und Jeanne-Claude in verschiedenen Städten und Landschaften der Erde Projekte geschaffen, die Millionen Menschen bewegt haben. Einer seiner großartigen Projekte war Big Air Package im Gasometer Oberhausen.

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Heute, in Zeiten der Corona-Weltkrise, verursacht durch den COVID19-Virus, der weltweit zum Stillstand führte, blicken wir 75 Jahre zurück in ein Chaos von Zerstörung und Tod, Leid und Flucht, verursacht durch das Wüten des Zweiten Weltkrieges.
Er wurde von den Westalliierten am 7. Mai 1945 im französischen Reims beendet und besiegelt. Für Deutschland unterzeichnete Generaloberst Alfred Jodl, der Nachfolger Hitlers. Auf Druck des sowjetischen Diktators Stalin wurde jedoch eine zweite Zeremonie mit höherrangigem deutschem Militär in Berlin am 8. Mai 1945 abgehalten. Die bedingungslose Kapitulation trat am 8. Mai 1945 um 23.01 Uhr in Kraft.
An diesem Tag veränderte sich die Welt, zu dem, wo wir heute sind – hätten wir im wiedervereinigten Deutschland ohne Kriege innerhalb Europas im Dezember 2019 noch stolz sagen können mit einem satten zufriedenen Blick auf die Errungenschaften unserer modernen Welt. Dieser Blick hat sich nun im Jahr 2020 verändert und wir wissen noch nicht, wie sehr er sich noch ändern wird. Wie werden wir uns erinnern an das schuldige, unschuldige Leid während des Dritten Reichs, an unsere Väter und Großväter, an unsere Mütter, Großmütter, an das System, das die Menschen zu dem gemacht hat und zu Taten – aktiv wie passiv – gebracht hat, was unsere Vorstellungskraft sprengt, nicht zulässt, uns sprachlos macht?

Der Ursprung war vor 100 Jahren formuliert worden und am 24. Februar 1920 hatte der Programmleiter Adolf Hitler in München die 25 Programmpunkte der NSDAP verkündet, wiedergegeben im Deutschen Beamten-Kalender 1939 und verteilt an die Beamtenschaft.

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Flagge in St. Petersburg zur Parade am 9. Mai 2013

Das Ende des Zweiten Weltkrieges ist durch die Zeitverschiebung in Russland der 9. Mai. Der Feiertag wurde dort 1965 als »Tag des Sieges« eingeführt, um an den »Großen Vaterländischen Krieg« zu erinnern.

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Karte aus der Zeitung Frankfurter Volksblatt vom 19.5.1940

Im Vergleich zum Ende des 2. Weltkrieges erscheint uns dieses Ereignis ggf. weniger relevant. Jedoch führt es uns anhand authentischer Beispiele vor, wie die Medienwirksamkeit von Maßnahmen und Ereignissen für die Beeinflussung der Menschen auch hier genutzt wurde. Wir wollen immer wieder und schlussendlich verstehen, wie es im Dritten Reich so weit kommen konnte – mit dem Wissen, was wir heute haben.

Wegen ihrer deutlichen Sichtbarkeit bei feindlichen Überflügen und Angriffen wurden am 6. Mai 1940 die Luftschiffhallen der Zeppeline auf dem Frankfurter Flughafen gesprengt und abgewrackt.

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Karte »Germany and its approaches with international Boundaries as of September 1, 1939«, The National Geographic Magazine Juli 1944 – Occupational Zone Boundaries« – aus dem Bildband »Leben unter dem Hakenkreuz«

Im Januar 1945 stieß die russische Armee im Frontalangriff über eine 400 km weite Strecke vom Weichselbogen bis zur mittleren Oder gleichsam keilförmig – in spiegelbildlicher Verkehrung der Lage aus den Anfangstagen des Krieges in 1939 – bis in die Mitte des Deutschen Reiches vor. Es entstanden selbständige Fronten an den Flanken in Ostpreußen, in Westpreußen, in Pommern und in Schlesien, um die noch monatelang der Kampf ging. Jedoch die Evakuierung von Soldaten und Flüchtlingen aus Ostpreußen begann erst am 23. Januar 1945 durch die deutsche Kriegsmarine, obwohl schon ab Oktober 1944 parallel zum sowjetischen Vormarsch gewaltige Flüchtlingstrecks der deutschen Bevölkerung entstanden. Zunächst aus Ostpreußen, schließlich aus Schlesien und Pommern zogen Millionen in den Wintermonaten 1944/45 bei Schnee und Kälte zumeist zu Fuß mit Handwagen oder mit Pferdefuhrwerken in das westliche Reichsgebiet.

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120 Jahre deutsche Geschichte/n sind in ihrem gesamten Umfang jetzt auch als eBook erhältlich. Sie umfassen – auch digital – das Leben von Hermann Benkowitz, geboren 1892 in Lankewitz im Kreis Putzig/Westpreußen. Er erlebt und überlebt das Kaiserreich, den 1. Weltkrieg als Leibhusar, die Weimarer Republik, als Zollbeamter das Dritte Reich mit dem 2. Weltkrieg, die Nachkriegsjahre und den Wiederaufbau bis 1959. Seine und die Familien seiner Frau Hedwig Naß mit Tochter Ursula aus Belgard/Pommern sind ebenso eingebettet und betroffen in und von den Weltgeschehnissen, die als unauslöschliche Prägung in ihnen und ihren nachfolgenden Generationen weiterleben.

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