Hermann Benkowitz – Ein preußischer Leibhusar 2019-11-19T15:20:47+00:00

Dieser Bildband rekonstruiert anhand von Fotografien, Dokumenten und anderen historischen Quellen den Lebensweg des preußischen Leibhusaren Hermann Benkowitz in den Jahren 1892 bis 1929.
Der in Westpreußen geborene Benkowitz kämpfte im Ersten Weltkrieg an der Ostfront und zog 1920 mit seinem Regiment nach Belgard in Hinterpommern, wo er bald eine Familie gründete. Nach dem Ende seiner militärischen Laufbahn wurde er 1926 zunächst Steuerwachtmeister und drei Jahre später Zollwachtmeister am Flughafen Rebstock in Frankfurt am Main.
Aus dem Blickwinkel eines »ganz normalen« Bürgers bietet dieser Band authentische Einblicke in die Lebenswirklichkeit im deutschen Kaiserreich und in der Weimarer Republik. Er öffnet ein Fenster in die Vergangenheit – und macht Zeitgeschichte auf anschauliche und eindrückliche Weise nachvollziehbar.

Zum Bestellen:

>> be.bra verlag, Berlin
>> direkt zu Amazon

Weitere Titel der Reihe

Leben unter dem Hakenkreuz
Faszination Fliegen

Rezension in Sedina-Archiv 1/2018

Die Geschichte zu diesem Buch

Beschrieben wir hier der Weg und die Vorgehensweisen im Umgang mit den Nachlassunterlagen und der Dokumentationserstellung, die zu diesem Ergebnis des nun vorliegenden Bildbandes »Hermann Benkowitz – Ein preußischer Leibhusar« geführt haben.
Der Nachlass umfasst den Zeitraum um 1892 (Stammbaumdaten aus den Herkunftsnachweisen zur Familie Benkowitz aus der NS-Zeit ) bis 1959 (Sterbejahr von Hermann Benkowitz).
Zeithistorisch streifen die Dokumente Zeiten im 18. Jahrhundert – die Entstehung des »Regiments Schwarze Husaren« unter Friedrich I. und 1772 die Entstehung der Provinz Westpreußen im Zusammenhang mit der 1. Teilung Polens unter Friedrich II.

Erschienen im »be.bra verlag«

Die Analyse

Die Unterlagen – zahlreiche Fotografien und Dokumente – wurden zuerst einmal, soweit wie möglich und erkennbar, chronologisch und thematisch sortiert und in einer Tabelle als „Zeittafel“ mit Bezeichnung und kurzer Inhaltsbeschreibung festgehalten. Anschließend wurden die Unterlagen gescannt oder abfotografiert.
Für die Digitalisierung wurde eine logische Datenstruktur und Benennung der einzelnen Abbildungen für die digitale Speicherung notwendig. Die Benennung bzw. der Dateiname der Unterlage/des Ereignisses besteht aus den Initialen des Protagonisten (des Nachlasses), möglichst vollständigem Datum YYMMDD und kurzer Bezeichnung (Beispiel: HB_1923_0406_Hochzeit mit Hedwig Nass.jpg).
Für die Erstellung einer visuellen Orientierung und Übersicht wurden die digitalisierten Unterlagen nach Schwerpunkten/besonderen Ereignissen selektiert und ausgedruckt. Auf Flipcharts wurde nun eine Übersicht der wichtigsten Lebensabschnitte und historischen Ereignissen von Hermann Benkowitz in zeitlicher und thematischer Ordnung erstellt.
Für Hintergrundinformationen und inhaltlicher Zuordnung erwies sich für diesen Vorgang eine ausführliche Internetrecherche immer wieder als besonders hilfreich.
Diese Vorgehensweise war insofern sinnvoll und notwendig, weil das Ordnungssystem im Nachlass von Hermann Benkowitz u. a. thematisch in Mappen angelegt ist z. B. „Umzüge“ oder „Versicherungen“. Diese Ordnungsstruktur sollte weitestgehend beibehalten werden.

Semester-Projekt „Fotobuch“

Das erste Förderprojekt der Stiftung fand in Zusammenarbeit mit den Studiengängen Kommunikationsdesign der Konstanzer Hochschule Technik, Wirtschaft und Gestaltung (HTWG) statt. Dort haben Studenten des Moduls »Informationsarchitektur« bei Prof. Brian Switzer als Semesterarbeit zehn Fotobuchkonzepte über das Leben von Hermann Benkowitz (*1892 – †1959), eines Großonkels von Dagmar Stange, gestaltet.

Die Erarbeitung

In einer Aktion, die mehrere Tage dauerte, wurden die Fotografien und Dokumente im Fotostudio der HTWG von den Studentinnen und Studenten nun noch einmal professionell fotografiert und gleichzeitig gemäß dem o. g. Benennungskonzept (naming convention) abgespeichert.
Um auch die handgeschriebenen Texte zu entziffern, musste u. a. das Alphabet der Sütterlinschrift zu Rate gezogen werden. Der Vorgang dieser Transkription war sehr zeitintensiv und wurde z. T. von Großmüttern der Studentinnen unterstützt.

Die Ergebnisse

Alle zehn erarbeiteten Fotobuchkonzepte wurden in einer zuerst internen Ausstellung mit und für die Studentinnen und Studenten zum Semester-Abschluss vorgestellt und diskutiert.

Die Ausstellung

Mit der HTWG Pressemitteilung »Zeitgeschichte erfassbar machen« wurden dann diese unterschiedlichen und vielseitigen Fotobuchkonzepte im HTWG-Gebäude in Konstanz im Februar 2013 einem interessiertem Publikum präsentiert. Die drei besten Fotobücher wurden mit einem Preis der Dagmar Stange Stiftung für Zeit- und Fotodokumentation belohnt.
Die drei besten Fotobücher wurden mit einem Preis der Dagmar Stange Stiftung für Zeit- und Fotodokumentation belohnt.

Adobe_PDF_file_icon_24x24 Download Pressemitteilung vom 12.02.1023

Das Buchkonzept

Aufgrund des Datenumfangs und der Aktualität (vor 100 Jahre 1914 Beginn 1. Weltkrieg – Gedenken und Erinnern) wurde entschieden, einen ersten konkreten Bildband für den Zeitraum 1892 bis 1929 mit dem Ersten Weltkrieg und den Ideen und Impulsen aus dem vorangegangenen „Fotobuchprojekt“ der HTWG zu entwickeln. Dieser Bildband soll nun als Band I für eine geplante Reihe von ca. drei Bildbänden entwickelt werden.
Eine Kurzübersicht des nun geplanten Bildband – Hermann Benkowitz, ein preußischer Leibhusar – wurde den Teilnehmern des Kompaktkurses Erster Weltkrieg der Universität Konstanz im Februar 2014 präsentiert.

Der Bildband Dummy

Da eine komplette Buchgestaltung inkl. Herausgabe sehr aufwändig und zeitintensiv ist, wurde beschlossen zumindest ein „Dummy“ (Probeexemplar) zur Frankfurter Buchmesse 2014 zu erstellen, was dem Interessierten ein „Look and Feel„ für den geplanten Bildband geben soll. Schließlich fanden der Dummy und das Exposé über Idee und Gestaltung Anklang bei verschiedenen Verlagen.

Frankfurter Buchmesse 2015

Der Bildband »Hermann Benkowitz – Ein preußischer Leibhusar eine Dokumentation in Bildern und Texten« wurde rechtzeitig für und zur Frankfurter Buchmesse im Oktober 2015 vom be.bra verlag, Berlin, vorgestellt.