Internationaler Tag der zivilen Luftfahrt 2018 2018-12-04T10:02:27+00:00

Flughafen Hamburg September 2018

7. Dezember Internationaler Tag der zivilen Luftfahrt

Nach dem Chicagoer Abkommen vom 7. Dezember 1944 wurde der 7. Dezember durch die UN Generalversammlung als Welttag zum Gedenken an den Beschluss ausgerufen.
Am 7. Dezember 1944 wurde in Chicago von 52 Staaten ein Abkommen über die internationale Zivilluftfahrt unterzeichnet. Damit wurde die Grundlage eines internationalen Luftfahrtrechts auf völkerrechtlicher Basis geschaffen und die ICAO, Internationale Zivilluftfahrtorganisation gegründet. Das Abkommen beschränkte sich ausdrücklich auf den privaten Luftverkehr (kommerziell und nichtkommerziell), auf Staatsluftfahrzeuge ist das Abkommen nicht anwendbar.

Ein Streifzug zum Internationalen Tag der zivilen Luftfahrt 2018

Nach dem 1. Weltkrieg standen schon ausgereifte und leistungsfähige Flugzeuge zur Verfügung und es wurden zivile Luftfahrtunternehmen gegründet. Schon zuvor 1912 wurde bei Frankfurt der Flughafen Rebstock mit einer Luftschiffhalle für den Zeppelin LZ 11 Victoria Luise eröffnet. der jedoch bald zu klein war für die weiteren Zeppeline.
Die Notwendigkeit einer internationalen Regelung der Luftfahrt war offensichtlich. Deshalb wurde am 13. Oktober 1919 anlässlich der Friedenskonferenz in Paris das Pariser Luftfahrtabkommen 1919 verabschiedet. 1936, mit der Eröffnung des neuen Flug- und Luftschiffhafens Rhein-Main im Stadtwald südlich von Frankfurt-Schwanheim setzte sich der rasante Aufschwung der zivilen Luftfahrt fort und der gewaltige technische Fortschritt entwickelte bis heute ungeahnte Errungenschaften in der Luftfahrt.

Rückblick und heute

Ju-52 – Update
Lernen aus dem Unglück der Ju-52 der Ju-Air im August 2018 in der Schweiz
Obwohl die Ursache des Unglücks der Ju-52 HB-HOT (Baujahr 1939) am 4. August 2018 noch nicht festgestellt wurde, durften die anderen beiden Ju-52 weiterhin fliegen. Jedoch hat das Schweizerische Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) bei den Inspektionen des Wracks der HB-HOT umfangreiche Schäden festgestellt und hat auf Grund dessen Flugverbot für die beiden Ju-52 mit dem Kennzeichen HB-HOP und HB-HOS im November ausgesprochen. Die Mängel scheinen jedoch nicht Schuld am Absturz der HB-HOT zu sein. Auch die Deutsche Lufthansa Berlin-Stiftung wird aus diesen Erkenntnissen ihre Ju-52 Flieger überprüfen. (aero TELEGRAPH)
Abbildungen 1-3 TV Screenshots November 2018; Foto: Dagmar Stange, links Ju-52 HB-HOY rechts Ju-52 HB-HOT 1. Juli 2013 über Kreuzlingen/Schweiz – nun ist dieses Foto traurige Geschichte.

airberlin – ein Desaster am Airliners Himmel und auf den Airports
Am 15. August 2017 meldete Air-Berlin, zweitgrößte Airline in Deutschland, Insolvenz an. Das Verschwinden von Air-Berlin aus dem Aviatik-Markt verursachte größte Veränderungen in der europäischen Luftfahrt. Manche können sich sicher an eigenen Erfahrungen in dieser Zeit erinnern. Profitiert haben die Lufthansa-Gruppe und andere Anbieter, die sich Flieger und Start- und Landrechte sicherten. Verloren haben Mitarbeiter, nicht alle haben einen gleichwertigen Job bekommen, und die Kunden mit ihren ungültigen Flugtickets. Es gibt mehr als eine Millionen Air-Berlin-Gläubiger. Die Aufarbeitung wird noch Jahre dauern. Ein begehrtes Gut an Bord der Air-Berlin-Flieger waren die Schokoladenherzen, die nach der Landung an Passagiere verteilt wurden. Bei Auktionsplattformen im Internet wurden viele Herzen zu astronomisch hohen Preisen angeboten.

Heute, 2018 ist airberlin nur noch als Lackierung auf dem Flugzeug übrig geblieben – ist es Retro, Nostalgie? Sie fliegt und fliegt die airberlin unter dem Dach der Lufthansa-Tochter und und einer der großen Billigflugmarken Eurowings, „Flight-Operator“ ist Tuifly. Innerhalb des deutschen Raums gibt es nur Flüge mit Eurowings und manchmal mit Lufthansa. – Was sagt das Kartellamt zu diesem Monopol? Der Kunde hat gar keine Wahl für andere Airlines! – So wird man als Eurowings-Passagier auch überrascht, nicht nur in einem Flieger von airberlin zu landen, sondern auch in den Eurowings Borrussia Mannschaftsairbus – jedoch ohne BVB-Mannschaft.

Fotos 2018: 1 airberlin-Herz, 2+3 Düsseldorf Boeing 737 D-ABKM und Airbus A320-216 D-ABZI (airberlin-Lackierung), 4+5 Hamburg Airbus 320-214 (Eurowings-Lackierung), 5 Airbus A320-214 D-AIZR Eurowings (Borussia Dortmund Lackierung)

Lufthansa – im Retro-Trend
Auch bei Lufthansa bewegt sich die Retro-Welle. Lufthansa D-AIDV Airbus A321-231 mit 1960 Retro Design, aufgenommen auf dem Hamburger Flughafen Mai 2018.
Außerdem hat Lufthansa seit diesem Jahr eine neue Lackierung, in der die Farbe Gelb fast komplett verschwunden ist. Die Lackierung musste nachträglich verbessert werden, da das Blau bei Dunkelheit wie schwarz wirkte. Der Kranich als Symbol der Lufthansa wird dieses Jahr 100. Jahre alt, wobei das Unternehmen acht Jahre jünger ist. Die Gründung war der 6. Januar 1926 unter dem Namen Deutsche Luft Hansa AG.

Abbildungen 2-5: 1965 Boeing 727 (Auszug aus dem Lufthansa Winterflugplan 1965); 1960er Boeing 707 D-ABOS; 1936 Heinkel 111 Frankfurt Rhein-Main mit Benkowitz’ Tochter Ursula; 2018 Airbus 321-200 Lippstadt D-AISF Hamburg; 2018 Screenshot Boeing 707-8 LH Internet mit neuer Lackierung;

SÜDFLUG – 1968 vor 50 Jahren
Flughafen Nairobi Kenia/Afrika
Letzter Flug für Fräulein Schulz als Stewardess und Abschied von SÜDFLUG INTERNATIONAL . SÜDFLUGS Schicksal ähnelte der airberlin-Insolvenz jedoch ohne Unterstützung des Bundes. Finanzielle Probleme, aufgekauft von Lufthansa, weitergegeben an die damalige Tochter Condor Flugdienst, einschließlich der Flugzeuge und Mitarbeiter – lt. Wikipedia Stand 24.11.2018 fusioniert am 2. Januar 1969. Jedoch schon im November 1968 steht die treue SÜDFLUG DC-8 Jupiter Jet mit dem neuem Schriftzug Condor auf dem Flughafen Nairobi, gerade gegenüber unserer DC-8 D-ADIM, wir sind gerade abflugbereit nach Frankfurt am 23. November 1968.
Heute in 2018 ruft der Name Condor Déjà-vu Erinnerungen hervor – obwohl schon längst „British“ unter den Fittichen von Thomas Cook und bald mit der Realisierung des Brexit konfrontiert.

Flughafen Frankfurt in den 1930er-Jahren
Der rasante Aufstieg der zivilen Luftfahrt setzt sich seit der offiziellen Eröffnung des Frankfurter Flug- und Luftschiffhafen am 8. Juli 1936 fort.
Nachgezeichnet im Bildband „Faszination Fliegen“, erlebt Hermann Benkowitz 1938 ein aufregendes und unbeschwertes Friedensjahr am „Rhein-Main“, im Juli fliegt er zum ersten Mal mit Lufthansa nach Italien. Ein einfacher Zollbeamter erhält von der holländischen KLM eine Einladung, nach Mailand zu fliegen. Auch
nach Rom geht die Reise. Im darauf folgendem Jahr, im August 1939 kurz vor Kriegsbeginn, fliegt er diese Destinationen noch einmal an bis nach Rimini/Venedig. Gründe dafür sind nicht überliefert. Hatte er eine besondere Mission?

Abb.1-3: Hermann Benkowitz im August 1938 vor dem Abflug auf dem neuen Flughafen Frankfurt Rhein-Main mit der KLM Douglas DC-2; Deutsche Lufthansa Flugplan März 1938; Bildband „Faszination Fliegen“;

Wie werden die ungeahnten Ziele der zivilen Luftfahrt der Zukunft aussehen?
Ein Flug am Mond vorbei direkt zum Mars …?

Dagmar Stange Dezember 2018
Abbildungen aus dem Bestand © DSS.ZFD
Kulturerbe Jahr SHARING HERITAGE

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